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Gute Arbeit

Das gemeinsame Verständnis über eine Definition von guter Arbeit ist ein wesentlicher Faktor, um in Unternehmen und Organisationen erfolgreich arbeiten zu können. Es ist ein kultureller Anker, sozusagen der kleinste gemeinsame Nenner. Darauf aufbauend sind es viele harte und weiche Faktoren, die uns unsere Arbeit als mehr oder weniger gut wahrnehmen lassen. Für unsere Mitarbeiter und Teams und nicht zuletzt für uns selbst wünschen wir uns attraktive, durchdachte und gesunde Arbeitsbedingungen.

Gute Ideen

Seit einigen Jahren setzen Forschung und Entwicklung auf interdisziplinäre, cross-funktionale Teams. Welche Vorteile bietet das? Blicken wir auf einen Sachverhalt aus verschiedenen Perspektiven, erkennen wir die Stärken und Schwächen von jedem der Blickwinkel. Das ermöglicht es, Lösungen zu kreieren, die innovativ sind, echte Mehrwerte bieten und breite Akzeptanz bei den Nutzern finden. Eben dies sollen neue Arbeits- und Bürokonzepte bieten: Innovative Lösungen, die echte Mehrwerte bieten und auf breite Akzeptanz stoßen. Deshalb ist es selten eine gute Idee, wenn die Bauabteilung einen Architekten beauftragt, um ein Bürokonzept entwickeln zu lassen. Vergleichbar eindimensional ist der Ansatz, wenn die Personalentwicklung einen Organisationsentwickler oder die Interne Organisation einen Unternehmensberater beauftragt.

"Wenn wir auf etwas aus wenigstens drei Blickpunkten schauen, dann können wir einigermaßen sicher sein, dass wir einen Zipfel der Wirklichkeit erwischt haben" zitieren Dorothea und Kurt Faller sinngemäß den deutschen Psychoanalytiker Michaell M. Buchholz in ihrem Buch Achtsames Management (Wolfgang Metzner Verlag, 2018). Gestalten wir Büroarbeitsumgebungen neu, ist das wie eine Wette auf die Zukunft. Um aus unseren Prognosen einen seriösen Ausblick zu machen, sollten wir aus mehreren Blickpunkten auf die Anforderungen schauen:

  •     aus der Perspektive der Menschen und Teams in der Organisation,
  •     aus der Perspektive der Prozesse und der Aufbauorganisation und
  •     aus der Perspektive des Gebäudes, der Flächen und des Betriebs.

Gute Lösung

Betrachten wir neue, mit hochwertigen Möbeln innenarchitektonisch attraktiv umgesetzte Büroarbeitsumgebungen, ertappen wir uns leicht bei einem "Wow! Das hätten wir auch gerne." Eine neue oder aufwändig revitalisierte Architektur mit attraktivem, neuem Mobiliar ist oft in der Lage, die umgesetzten Bürolösungen fotografisch in Szene gesetzt in Fachmagazine zu befördern. Bewähren müssen sich die Umsetzungen jedoch im Alltag. Eindimensionale Lösungen sind für die Projektverantwortlichen komfortabel. Durch das Ausblenden ungewünschter Faktoren ergibt sich ein gut planbarer, kalkulierbarer Projektverlauf. In Bauprojekten sind das wichtige Faktoren. Die vermeintlichen Schwierigkeiten werden jedoch nur in spätere Projektphasen verschoben. Bürolösungen, die ohne Bezug zu den Anforderungen der Mitarbeitenden, ohne Kenntnisse wesentlicher Prozesse oder ohne Berücksichtigung der Gebäudestruktur realisiert wurden, fallen dann in der Praxis oder der Akzeptanz der Nutzer durch.

In einer mehrdimensionalen Herangehensweise, die Nutzer, Fachspezialisten und Stakeholder einbezieht, fließen frühzeitig unterschiedliche Perspektiven in die Betrachtung ein. Damit entsteht eine solide Grundlage, die durch Kooperation auf Augenhöhe einen breiten Konsens ermöglicht und Überraschungen weitgehend ausschließt. So kann nicht nur die Arbeit, sondern auch die Organisationskultur positiv beeinflusst werden. Komplex ineinander verwoben, ermöglicht erst die ausgewogene Komposition der drei Cluster Mensch, Prozess und Gebäude eine ideal unterstützende Büroarbeitsumgebung.